Instrumentenflug-Berechtigung IR(A)

Die Instrumentenflugausbildung wird von vielen Piloten als der interessanteste Pilotenausbildungskurs angesehen und bildet Privat- und Berufspiloten gleichermaßen auf das Niveau aus, das für den Betrieb in Wolken oder bei schlechten Sichtverhältnissen erforderlich ist.

Das Ziel einer Instrumentenflugausbildung ist die Vermittlung der notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten, um Flugzeuge nach Instrumentenflugregeln zu fliegen. 
Sie bedeutet einen erheblichen Zuwachs an fliegerischer Kompetenz und damit auch an Flugsicherheit.
Sie dürfen mit dieser Berechtigung unter Instrumentenflugbedingungen bis auf eine Minimum-Entscheidungshöhe von 200ft (60m) anfliegen, wenn der Antragsteller eine spezielle Ausbildung und Überprüfung in Flugzeugen mit mehreren Piloten absolviert hat.

Das Instrument Rating ist keine generelle Erlaubnis nach IFR zu fliegen - es gilt nur für jene Klasse oder jenes Muster, auf dem es erworben wurde. Im Falle des Single-Engine IR sind Sie berechtigt mit allen IFR-zugelassenen Flugzeugen der Klasse SEP nach Instrumenten zu fliegen.

Trainingsflüge werden zunächst mit einer Cessna 172 Rocket geflogen. Dies ist für Studenten, die unsere professionelle MFU-Flugausbildung absolviert haben, äußerst vorteilhaft, da eine beträchtliche Anzahl von Stunden der PPL(A)-Ausbildung mit einer Cessna 172 geflogen wurden. Die Schüler sind mit dem Umgang dieses Flugzeuges sehr vertraut, was ihnen den Übergang zum Instrumentenfliegen erleichtert. 

Voraussetzungen

PPL(A) oder CPL(A) mit Nachtflugberechtigung und Tauglichkeitszeugnis Klasse 2
Gültige theoretische ATPL / CPL-Kenntnisse 
EFZ/AFZ englisch deutsch
relevantes Class rating
50 Stunden als verantwortlicher Pilot PIC (mindestens 10 Stunden in Flugzeugen)

Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildung zur Instrumentenflugberechtigung besteht aus einem theoretischen ( Kombination aus Fernlehrgang und Nahunterricht ) und einem praktischen Teil 

Die Theorieausbildung umfasst folgende Fachgebiete 

  • Luftrecht
  • Allg. Luftfahrzeugkenntnisse/Technik
  • Flugleistung und Flugplanung
  • Menschliches Leistungsvermögen
  • Navigation
  • Meteorologie
  • Sprechfunkverkehr ( entfällt bei AFZ- Inhabern )

Trainingserfordernis

Die Übungen bis zum Fähigkeitstest für den Instrumentenflug umfassen:

(i) mindestens 55 Stunden Instrumentenflug, wovon bis zu 40 Stunden in einem FNPT II enthalten sein kann, die von einem FI oder einem autorisierten SFI durchgeführt werden sollten;
(ii) 20 Stunden Instrumentenzeit als SPIC geflogen;
(iii) Vorflugverfahren für IFR-Flüge, einschließlich der Verwendung des Flughandbuchs und geeigneter ATS-Dokumente bei der Erstellung eines IFR-Flugplans;
(iv) Verfahren und Manöver für den IFR-Betrieb unter normalen, abnormalen und Notfallbedingungen, die mindestens Folgendes abdecken:

(A) Übergang vom visuellen zum Instrumentenflug beim Start;
(B) SIDs und Ankünfte; (C) IFR-Verfahren unterwegs;
(D) Halteverfahren;
(E) Instrumentenanflüge zu festgelegten Minima;
(F) Fehlanflugverfahren;
(G) Landungen im Instrumentenanflug, einschließlich Kreisen.

(v) Flugmanöver und spezifische Flugeigenschaften;
(vi) Betrieb eines MEP-Flugzeugs in den Übungen von
(iv), einschließlich Betrieb des Flugzeugs ausschließlich unter Bezugnahme auf Instrumente mit einem außer Betrieb simulierten Motor und Abstellen und Neustart des Motors (letzteres Training sollte sich in einer sicheren Höhe befinden, es sei denn durchgeführt in einem FSTD).

Um Geld zu sparen können Studenten einen Teil dieser Schulung auf dem FNPTII absolvieren. 
Von den 55 Stunden Flugtraining unter Instrumenten (45 Stunden für CPL(A)-Inhaber) müssen mindestens 15 Stunden mit dem zweimotorigen Piper Flugzeug PA23 geflogen werden, um sich der höheren Geschwindigkeit der Piper PA23 während Fluginstrumentenverfahren anzupassen und Instrumentenverfahren unter asymmetrischen Bedingungen durchzuführen.

(5) Phase 5:

(i) Unterweisung und Prüfung in MCC umfassen die relevanten Schulungsanforderungen;
(ii) Wenn nach Abschluss dieses Teils keine Musterberechtigung für MP-Flugzeuge erforderlich ist, erhält der Antragsteller eine Bescheinigung über den Abschluss des Kurses für die MCC-Ausbildung.

Exercises up to the instrument rating skill test comprise:
(i) at least 55 hours instrument flight, which may contain up to 25 hours of instrument ground time in an FNPT I or up to 40 hours in an FNPT II or FFS which should be conducted by an FI or an authorised SFI;
(ii) 20 hours instrument time flown as SPIC;
(iii) pre-flight procedures for IFR flights, including the use of the flight manual and appropriate ATS documents in the preparation of an IFR flight plan;
(iv) procedures and manoeuvres for IFR operation under normal, abnormal and emergency conditions covering at least: 

(A) transition from visual to instrument flight on take-off;
(B) SIDs and arrivals; (C) en-route IFR procedures;
(D) holding procedures;
(E) instrument approaches to specified minima;
(F) missed approach procedures;
(G) landings from instrument approaches, including circling.

(v) in-flight manoeuvres and specific flight characteristics;
(vi) operation of an ME aeroplane in the exercises of (iv), including operation of the aeroplane solely by reference to instruments with one engine simulated inoperative, and engine shut-down and restart (the latter training should be at a safe altitude unless carried out in an FSTD).

To save money students can do part of this training on the FNPTII. 

From the 55 hours of flight training under instruments (45 hours for CPL (A) holders), at least 15 hours must be flown on the twin-engine Piper PA23 aircraft in order to accommodate the higher speed of the Piper PA23 during flight instrument procedures and Perform instrument procedures under asymmetrical conditions.

(5) phase 5:
(i) instruction and testing in MCC comprise the relevant training requirements;
(ii) if a type rating for MP aeroplanes is not required on completion of this part, the applicant will be provided with a certificate of course completion for MCC training. 

EASA-Instrumentenflug-Berechtigung auf Basis einer bestehenden US-IR

Neuerdings kann man relativ einfach eine Umschreibung einer ICAO-IR-Berechtigung (aus Drittstaaten) in eine Part-FCL-IR-Berechtigung beantragen.
Die Umwandlung einer ICAO-IR in eine Part-FCL-IR-Berechtigung beginnt mit dem Antrag auf Abnahme der Praktischen Prüfung in der auch das Vorliegen der Voraussetzungen durch unsere ATO bestätigt wird.

Gemäß EU-Verordnung muss der Inhaber einer ICAO IR-Berechtigung (USA, Kanada, Südafrika etc.) 50 Stunden IFR-Flugzeit nachweisen, um durch mündliche Prüfung und Checkflug mit dem Examiner in ein Part-FCL-IR-Berechtigung umzuwandeln. 


Bei dringenden Rückfragen stehen wir Ihnen gerne via Kontaktformular oder telefonisch zur Verfügung.